Eine Kehle ist der Bereich, an dem zwei geneigte, schräge  Dachflächen aufeinander treffen. Im Innenraum befindet sich an dieser Stelle ein Raum mit einem Winkel größer als 180 Grad. In dieser Kehle sammelt sich sehr viel Regenwasser. Mit seiner meisterhaft hergestellten Kehlkonstruktion garantiert der Dachdecker, dass diese große Menge sicher nach unten in die Regenrinne abfließt. Es darf keine Feuchtigkeit in die Unterkonstruktion eindringen. In der Regel wird als zusätzliche Regensicherheit eine Unterspannbahn auf der Lattung verlegt. Diese wird über die Kehle weitergeführt. Darüber befestigt der Dachdecker häufig ein Kehlblech.  Wir verwenden sehr gerne Kupfer dafür. Passend zu den anderen, bestehenden Blechen am Dach kann es auch aus Zink sein. Es ist wichtig, dass die Bleche zusammenpassen, um Korrosion zu vermeiden. Das “Sahnehäubchen” der Kehlkonstruktion ist eine durchgedeckte Biberschwanzkehle. Diese ist vom Aussehen her durch nichts mehr zu toppen. Eine durchgedeckte Kehle ist ein wahres Meisterstück.