Auch Frauen bleiben dem Dachdeckerhandwerk gerne treu

Unsere Weihnachtsfeier im “Café Kirchenburg” in Lienzingen war nicht nur ein kulinarisches Erlebnis. Wir hatten 2019 auch allen Grund zu Freude, denn wir konnten drei verdienten Mitarbeitern unsere Anerkennung für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit aussprechen. Dafür gabs natürlich Urkunden, Geldgeschenke sowie Präsente zum Genießen. Noch wichtiger jedoch waren die Ansprachen des Chefs, in denen er seine Wertschätzung für die einzelnen Mitarbeiter ausdrückte. Dass dieses Mal auch zwei Frauen geehrt werden konnten, kommt im Dachdeckerhandwerk selten vor.

Neues kann spannend sein

Schon 10 Jahre zeichnet sich Frau Weegmann für die Buchhaltung im Betrieb verantwortlich. Sie sei das beste Beispiel dafür, dass ein Wiedereinstieg nach der Erziehungspause ins Berufsleben gut funktionieren könne, so Chef Hartmut Berner. Sie habe ihre gute Ausbildung als Industriekauffrau, ihre Berufserfahrung und Aufgeschlossenheit für Neues mitgebracht. Die Firma sei ihr mit flexiblen Arbeitszeiten und Einarbeitungszeit entgegen gekommen. Auf dieser Basis hat sich Frau Weegmann ihr Arbeitsgebiet so gut erschlossen, dass wir in Sachen „Digitalisierung“ manchem Lieferanten voraus sind. Dafür sprach der Dachdeckermeister seiner Mitarbeiterin ein großes Lob, Wertschätzung und seinen Dank aus.

Wissen gibt’s nicht nur in youtube

Bereits 30 Jahre hält Vorarbeiter Roland Franck der Firma die Treue. Unser Chef und Dachdeckermeister Hartmut Berner beschrieb in seinem Rückblick, wie sich die technischen Anforderungen an Dächer in diesen 30 Jahren verändert haben. So sei die „Luftdichtigkeit“ von Dächern inzwischen eine Bedingung, die hohe Ansprüche an Detailausbildungen stelle. Für exaktes Arbeiten sei Roland Franck seit jeher Spezialist. Kennzeichnend für unseren Beruf, so Berner, sei außerdem, dass es immer noch Erfahrungswissen gibt, das nicht einfach in „youtube“ abgerufen werden kann. Deshalb sei es jetzt an der Zeit, Wissen an die nächste Generation weiterzugeben. „Baustellendokumentation und Kommunikation mit den Kunden“ ist ein Bereich, der gerade in unserem Handwerk immer wichtiger wird.

Frischer Wind durch networking

Die dritte Ehrung ging an unsere Chefin. 30 Jahre ist Rosemarie Berner inzwischen im Betrieb tätig. Nach ihrem Lehramtsstudium und einer Tätigkeit in einem großen Stuttgarter Bauunternehmen entschied sie sich 1989 für die Mitarbeit in unserem Dachdeckerbetrieb. Mit großen Augen beschreibt sie heute noch, wie magisch Telefaxgerät und PC damals auf sie gewirkt haben. Rosemarie Berner ist schon immer zuständig für die Personalführung und erstellt die Baulohnabrechnung komplett selbst im Haus. Controlling und Marketing – hier insbesondere die Organisation von Veranstaltungen, gehören auch zu ihren Aufgaben. In allen ihren Arbeitsbereichen hat sie sich mit der Zeit Anerkennung als Expertin erarbeitet, so dass sie jahrzehntelang im Handwerk als Referentin gefragt war. Unser Chef hat sich bei seiner Frau vor allem auch für die Inspirationen bedankt, die sie regelmäßig aus ihrer Gremienarbeit im Handwerk in den eigenen Betrieb einbringt. Auch ihr dankte er für ihr Engagement. “Ich hoffe, dass wir noch viele Jahre gemeinsam als „winning team“ arbeiten können”, wünschte er sich zum Abschluss.